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Licht im dunklen Alltag: St. Lorenz-Gemeinde eröffnet Dementen-Café
Eingestellt am: 28.04.2010

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Nordelbische Synode: Neue Kirchenleitung gewählt

Die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche hat eine neue Kirchenleitung.

Rendsburg (epd). Die nordelbische Synode (Kirchenparlament) wählte in Rendsburg vier Frauen und sechs Männer aus ihrer Mitte in das Leitungsgremium der evangelischen Kirche in Hamburg und Schleswig-Holstein. In einem Abendgottesdienst in der Rendsburger Christkirche führte der Schleswiger Bischof Gerhard Ulrich die neuen Mitglieder in ihr Amt ein.

Es sind: Martin Blöcher (64) aus Hamburg, Merle Fromberg (46) aus Meldorf, Friedrich-August Bonde (71) aus Bordesholm, Bernhard Schick (61) aus Hamburg und Margrit Semmler (65) aus Flensburg. Weiter wurden gewählt Elisabeth Lingner (70) aus Hamburg, Peter Wiegner (69) aus Schlesen bei Plön, Annette Pawelitzki (57) aus Kiel, Pastor Lars Emmerlsleben (42) aus Hollingstedt und Karl-Heinrich Melzer (51), Propst im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein.

Der Schleswiger Bischof Gerhard Ulrich und die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen gehören kraft ihres Amtes zur Kirchenleitung. Ulrich ist auch Vorsitzender des Leitungsgremiums. Mit beratender Stimme nehmen der Schleswiger Bischofsbevollmächtigte Gothart Magaard, die Präsidentin des nordelbischen Kirchenamtes, Frauke Hansen-Dix, und Synodenpräsident Hans-Peter Strenge an den Sitzungen der Kirchenleitung teil.

Die Kirchenleitung vertritt die Nordelbische Kirche im kirchlichen und öffentlichen Leben und leitet sie im Rahmen der Gesetze und Beschlüsse der Synode. Weiter heißt es dazu in der nordelbischen Verfassung in Artikel 78: "Sie kann zu kirchlichen und allgemeinen Fragen öffentlich Stellung nehmen." Die Kirchenleitung wirkt bei der Wahl der Bischöfe und Pröpste mit und beruft den Kirchenamtspräsidenten. Sie entscheidet oder wirkt mit bei der Wahl oder Berufung von Pastoren und hat die Aufsicht über das Kirchenamt in Kiel.

Mit der neuen Kirchenleitung ist erstmals in der Geschichte der 1977 gegründeten Nordelbischen Kirche zugleich ein Leitungsgremium gewählt worden, das auch Teil einer gemeinsamen Kirchenleitung im Zuge einer OstWest-Kirchenfusion ist. Die gemeinsame Leitung zur Gründung der für 2012 angepeilten Nordkirche besteht aus den drei Leitungen der nordelbischen, mecklenburgischen und pommerschen Kirche. Sie soll den Fusionsprozess zur Nordkirche mit insgesamt 2,4 Millionen Kirchenmitgliedern voranbringen. Nach der Fusion wird voraussichtlich eine neue gemeinsame Synode wiederum eine neue gemeinsame Kirchenleitung wählen.

Der weitere Fahrplan zur Nordkirche sieht vor, dass die Synoden aller drei Landeskirchen gemeinsam die verfassungsgebende Synode bilden. Die insgesamt rund 280 Frauen und Männer aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern tagen erstmals am Reformationstag 2010 (31. Oktober) in Travemünde, um in erster Lesung den Entwurf einer gemeinsamen Verfassung mit Ausführungsgesetz zu beraten.

Danach soll es ein neun Monate langes Beteiligungsverfahren in den Kirchenkreisen geben. Die 2. Lesung ist für Oktober 2011 auf der Insel Usedom geplant, die 3. Lesung soll im Jahr 2012 in Mecklenburg über die Bühne gehen. Verläuft alles nach Plan, kann die Nordkirche dann 2012 gegründet werden.

Bischof Ulrich wies im Abendgottesdienst auf die Verantwortung der Kirchenleitung im Fusionsprozess für die Nordkirche hin. Es müsse jetzt ausgestaltet werden, "was in den Grundlagen ausgearbeitet wurde und vorhanden ist". Die vorherige Leitung habe in ihrer sechsjährigen Amtszeit große Herausforderung meistern müssen. Ulrich verwies auf den nordelbischen Reformprozess mit dem Ziel von Einsparungen in Millionenhöhe und den Beginn des Weges zur Nordkirche.

Eingestellt am: 02.03.2010